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Goldbarren sind in einem Schließfach zu sehen

Die strategische Rolle von Gold im Portfolio

Veröffentlicht am 13.04.26
Gold behauptet seit Langem seine Rolle als stabiler Wert in unsicheren Zeiten. Als begrenzter Rohstoff dient es als Inflationsschutz und Diversifikationsbaustein.

Der sichere Hafen Gold

Gold gilt über die Zeiten hinweg als „sicherer Hafen“ und behält auch im turbulenten Umfeld seinen Status als „Krisenwährung“ bei. Diese Rolle stammt aus der Vergangenheit, als wichtige Weltwährungen wie einst das britische Pfund oder auch der US-Dollar an den Goldpreis gekoppelt waren. Als begrenzter Rohstoff unterliegt Gold einer natürlichen Knappheit und gilt damit als Wertsicherung bzw. als Inflationsschutz. Während Notenbanken das Geldangebot durch eine expansive Geldpolitik erhöhen können, bleibt das Goldangebot begrenzt. Gold profitiert damit von Unsicherheiten konjunktureller oder auch politischer Art und von steigenden Inflationserwartungen.

Höhere Zinsen sowie ein stärkerer US-Dollar lassen die Nachfrage nach dem gelben Edelmetall – das in US-Dollar notiert – hingegen zurückgehen. Da das Goldangebot jährlich nur minimal zulegen kann, führt eine höhere Goldnachfrage zeitnah zu stärkeren Preisanstiegen. Weil auch die Zentralbanken selbst einen Teil ihrer Reserven in Gold halten, ist seine Bedeutung in der Finanzwelt fest verankert. Die ersten beiden Plätze belegen hier die US-Notenbank Fed und die deutsche Bundesbank mit einem Goldanteil von ca. 75 %, gemessen am Gesamtportfolio.

Goldpreis – Entwicklung und Ausblick

Gold hat in den vergangenen Jahren eine beträchtliche Rallye hingelegt und der Goldpreis hat sich in wenigen Jahren vervielfacht. Da sich die Preistreiber nicht verändert haben, bleibt unser BTV Goldausblick positiv. Geopolitische Unsicherheiten, die mangelnde Einschätzbarkeit der US-Politik durch Präsident Donald Trump sowie Konjunktur- und Inflationsrisiken sprechen nach wie vor für das gelbe Edelmetall. Es sind allerdings nicht nur private und institutionelle Käufer*innen, die das Edelmetall schätzen, sondern auch Zentralbanken bauen ihre Goldreserven kontinuierlich aus.

Vor allem die Zentralbanken der Schwellenländer sind bestrebt, ihre Goldreserven aufzustocken und gleichzeitig ihre US-Dollar-Reserven zu reduzieren, um sich vom US-Dollar unabhängiger zu machen – eine Entwicklung, die seit dem Einfrieren russischer Vermögenswerte nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 anhält. Da Zentralbanken in ihrer Kaufentscheidung wenig preissensibel sind, dürften mögliche Goldpreisrücksetzer für Nachkäufe genutzt werden, sodass diese temporärer Natur bleiben. Gold bleibt demnach weiterhin ein attraktiver Portfoliobestandteil.

Gold im Portfolio

Gold macht in jedem Portfolio aus Diversifikations- und Absicherungsaspekten Sinn. Durch ein Goldinvestment bekommen Anleger*innen Zugang zu einer weiteren Renditequelle, die anderen Preistreibern unterliegt als der Aktien- oder der Anleihemarkt. Gold weist zwar eine ähnlich hohe Schwankungsbreite wie Aktien auf, zeigt dafür aber nur einen geringen Zusammenhang mit dem Anleihen- oder dem Aktienmarkt. Durch eine Goldbeimischung kann damit das Portfolio stabiler aufgestellt werden und Verluste können in Krisenzeiten verringert werden. Gold sollte als strategischer Baustein im Portfolio und damit als wertbeständige Geldanlage gesehen werden, die die Diversifikation im Portfolio erhöht.

Mögliche Investments in Gold

ETFs oder ETCs

Ein Goldinvestment kann über börsengehandelte Anlageformen wie ETFs oder ETCs erfolgen oder auch ganz klassisch in physischer Form durch den Erwerb von Barren oder Münzen. Die leichte Handelbarkeit, der Wegfall von Kosten für die Verwahrung oder Versicherung und der fehlende Transportaufwand sprechen auf alle Fälle für ein Investment in börsengehandelte Anlageformen wie ETFs oder ETCs. Verwaltungs-, Handels- sowie Depotkosten müssen aber einkalkuliert werden. ETCs gelten als Schuldverschreibungen, die es Anleger*innen ermöglichen, direkt in einen Rohstoff zu investieren. Hierbei ist allerdings auf eine physische Besicherung mit Goldbeständen zu achten. ETFs hingegen sind an der Börse gehandelte Fonds, die in mehr als einen Rohstoff investieren. Ein reines Goldinvestment wird demnach immer über einen ETC abgebildet.

Münzen oder Barren

Wenn Anleger*innen Münzen oder Barren kaufen möchten, empfehlen wir die Lagerung in einem Banksafe. Für die Lagerung und Versicherung entstehen Zusatzkosten. Für österreichische Anleger*innen entfällt nach einjähriger Haltedauer, der sogenannten Spekulationsfrist, die Kapitalertragsteuer auf Wertzuwächse – der größte Vorteil eines physischen Investments. In der BTV Schweiz besteht die Möglichkeit, physisches Gold im Wertpapierdepot zu integrieren. Im Vermögensbericht erfolgt dann die Darstellung der Edelmetallposition, während die Lagerung außerhalb der BTV stattfindet.

Goldinvestment – Vorteile und Risiken

Vorteile

  • Beim Kauf sind Direktinvestments in Gold von der Umsatzsteuer befreit. Nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr sind die Kursgewinne steuerfrei.
  • Gold als Direktinvestment bietet einen Inflationsschutz und ist als Anlage in Krisen interessant.
  • Kursgewinne: Möglichkeit der Teilnahme an einer positiven Wertentwicklung von Gold.
  • Diversifikationsvorteile: Aufgrund der geringen Gleichentwicklung zu traditionellen Anlagen wie Anleihen oder Aktien bieten Edelmetalle wertvolle Diversifikationsvorteile.

Risiken

  • Der geläufige „Goldpreis“ wird in US-Dollar angegeben. Damit kauft man sich bei vielen Investments auch ein Währungsrisiko ein. Bei zahlreichen Produkten gibt es aber eine Variante mit Währungsabsicherung.
  • Es gibt viele verschiedene „Anlagevehikel“, derer man sich bedienen kann: Zertifikate, ETCs, Fonds, Aktien, physischer Kauf. Man sollte sich nur eines solchen „Anlagevehikels“ bedienen, wenn man die Funktionsweise vollkommen versteht.
  • Direkte Investments in Gold haben den Nachteil, dass diese keine laufenden Erträge abwerfen. D. h., wenn man eine Goldposition kauft und der Goldpreis in 10 Jahren wieder auf demselben Niveau wie heute steht (vorausgesetzt, man hält die Position), bleiben nur die Spesen und kein Ertrag.
  • Liquiditätsrisiko: Gold kann vorübergehend oder dauernd nicht oder nicht zu marktgerechten Preisen handelbar sein (z. B. bei Aussetzung der Preisfeststellung oder mangels Nachfrage). Dieses Risiko ist jedoch sehr gering.
  • Der Ertrag einer Investition kann durch die Inflationsentwicklung negativ beeinflusst werden.
  • Die verwendeten Fach- und Finanzbegriffe werden im folgenden Link ausführlich erklärt: Glossar.
    Weitere wertpapierrechtliche Informationen.

    Diese Marketing-/Werbemitteilung stellt keine Anlageberatung, kein Angebot zur Zeichnung bzw. zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten dar und ersetzt auch keine Anlageberatung. Als Marketing-/Werbemitteilung unterliegt sie nicht allen gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und dem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die jeweiligen Anlegerinformationen/Zeichnungsbedingungen in deutscher Sprache (Basisprospekt, endgültige Bedingungen, Prospekt, KID, vereinfachter Prospekt, u. dgl.) sind die einzig verbindlichen Dokumente. Sie erhalten diese bei der BTV Vier Länder Bank AG, Stadtforum 1, 6020 Innsbruck, bzw. BTV Vier Länder Bank AG, Zweigniederlassung Deutschland, Neuhauser Straße 5, 80331 München bzw. BTV Vier Länder Bank AG, Innsbruck, Zweigniederlassung Staad, Hauptstraße 19, 9422 Staad. Die Beiträge in dieser Publikation dienen lediglich der Information. Die BTV prüft ihr Informationsangebot sorgfältig. Beachten Sie bitte, dass Einschätzungen und Bewertungen die Meinung des jeweiligen Verfassers zum Zeitpunkt der Erstellung bzw. der Ausarbeitung reflektieren und für die Richtigkeit und den Eintritt eines bestimmten Erfolges keine Gewähr übernommen wird. Wertentwicklungen der Vergangenheit bieten keine Gewähr für künftige Ereignisse oder Wertentwicklungen. Bei Prognosen und Schätzungen über die zukünftige Entwicklung handelt es sich lediglich um unverbindliche Werte. Von diesen kann nicht auf die tatsächliche künftige Wertentwicklung geschlossen werden, weil zukünftige Entwicklungen des Kapitalmarktes und der Konjunktur nicht im Voraus zu bestimmen sind. Beachten Sie bitte, dass ein Investment in Finanzinstrumente mit Risiken, wie Kursschwankungen oder Vermögensverlusten, verbunden sein kann.