Aktien und ETF Börsen Index auf Zeitungsausschnitt

Was sind ETFs?

Mit ETFs (Exchange Traded Funds) können Anleger*innen in ein ganzes Wertpapiersegment investieren. Denn die Vehikel bilden oftmals die Wertentwicklung von beispielsweise ganzen Aktienindizes eins zu eins nach. Sie werden auch als passive Anlagen bezeichnet, da sie zumeist einen Referenzwert (Index) nur nachbilden und damit kein aktives Management betreiben. Erfahren Sie gleich mehr.

Was versteht man unter einem ETF?

ETFs sind in der Regel passiv verwaltete Fonds, die an der Börse ebenso wie Aktien oder andere Wertpapiere gehandelt werden. Sie bilden zumeist die Wertentwicklung des Basisindex eins zu eins ab. Dabei kann es sich beispielsweise um Aktien-, Anleihen-, Immobilien-, Währungs- oder Rohstoff-Indizes handeln. Dadurch bieten die Produkte die Möglichkeit, einfach und kostengünstig in einen breiten Markt zu investieren und von der Wertentwicklung der Indizes zu profitieren.

 

Anleger*innen erhalten dadurch eine gute Diversifikationsmöglichkeit. Gleichzeig sind mit einem solchen Investment aber auch alle Risiken verbunden, die klassischerweise mit einer Anlage in den Basiswert einhergehen, das bedeutet. Kurs- oder Währungsschwankungen, Ausfalls eines Unternehmens oder Schuldners, etc.

 

Was ist ein Indexfonds?

Indexfonds bilden einen Markt möglichst genau ab. Die Fonds versuchen nicht, durch aktives Management eine höhere Rendite zu erzielen, und weisen daher auch geringere Gebühren auf. Sie weisen keine Fälligkeiten auf. Die im Indexfonds enthaltenen Wertpapiere und auch die Gewichtung sind identisch mit dem nachgebildeten Index. Indexfonds gelten außerdem wie alle anderen Investmentfonds auch als Sondervermögen. Das bedeutet, dass im Konkursfall der Fondsgesellschaft das Geld nicht in die Konkursmasse fällt, sondern an die Anleger*innen ausbezahlt wird.

Drei kleine Pflanzen wachsen aus einer Menge Münzen heraus

Wie wird der Index abgebildet?

Dies kann auf verschiedene Arten erfolgen:

  • Bei einer physischen Nachbildung („Full Replication“) wird in die dem Basiswert zugrundeliegenden Wertpapiere investiert. Beispielsweise würden beim DAX alle 40 Titel gekauft werden. Bei Basiswerten mit einer hohen Liquidität und einem einfachen Marktzugang wird diese Methode primär verwendet. Eine Abwandlung davon ist das Sampling, bei dem nur in eine repräsentative Auswahl der Indexwertpapiere investiert wird.
  • Alternativ dazu gibt es die synthetische Replikation. Bei dieser häufig eingesetzten Variante bildet der ETF den Basiswert über ein Derivat ab. Die Methode soll ein möglichst präzises Tracking ermöglichen, ohne dass alle Einzelwerte gekauft werden müssen, was gerade bei großen Indizes wie beispielsweise dem MSCI World mit über 1.500 Werten zu hohen Handelskosten führen würde.

 

Unterschiede hinsichtlich der Dividendenbehandlung

Neben der Abbildung, der sogenannten Replikationsart, gibt es auch hinsichtlich der Dividendenbehandlung bei ETFs Unterschiede. Ausschüttende Aktienfonds bezahlen die Dividenden zumeist einmal im Jahr an die Anleger*innen aus. Das Geld steht dann beispielsweise für neue Investitionen zur Verfügung.

 

Thesaurierende ETFs hingegen schütten die Dividenden nicht aus, sondern reinvestieren sie. Die erzielten Auszahlungen werden also direkt für den Kauf neuer Wertpapiere genutzt. Damit können sich Anleger*innen automatisch den Zinseszinseffekt zu Nutze machen, das heißt die erzielten Gewinne werden wieder reinvestiert und dadurch neu angelegt.

Eine Person wirft eine Münze in ein Glas von drei Gläsern, die Münzen und jeweils eine Pflanze enthalten

Vorteile & Nachteile

ETF Vorteile

  • Mit kleinen Beträgen zum Vermögensaufbau: Schritt für Schritt können Sie durch Investitionen in ausgewählte ETFs Vermögen aufbauen.
  • Flexibel ans Ziel: Sie können die Höhe der monatlichen Einzahlung individuell bestimmen und bei Bedarf Sondereinzahlungen tätigen. Sie sind an keine feste Laufzeit gebunden.
  • Schrittweise Vermögen aufbauen: Durch die automatisierte Durchführung wird Ihr Vermögen regelmäßig veranlagt, ohne dass Sie sich darum kümmern müssen.

 

ETF Nachteile

  • Keine Kapitalgarantie: Kursverluste und Schwankungen des Vermögenswertes sind möglich.
  • Möglicher Vermögensverlust: Trotz Diversifikation kann ein Vermögensverlust nicht ausgeschlossen werden.
  • Unterschiedlich hohe Schwankungen.
  • Währungsrisiken: Wechselkursverluste gegenüber der Anlegerwährungen sind möglich.
  • Abweichung von Erwartungshaltung: Die eingesetzten Anlagevehikel können schwächer als erwartet abschneiden.
  • Der Ertrag einer Investition kann durch die Inflationsentwicklung negativ beeinflusst werden.
Ein Mann sitzt vor seinem Notebook und tippt auf sein Smartphone

In welche ETFs kann man investieren?

Das Spektrum ist sehr breit, denn theoretisch kann es auf jeden Index einen ETF geben. Abhängig davon, welche Indizes von den Indexanbietern kreiert werden, wächst das Angebot stetig. Längst zählen dazu nicht nur unterschiedliche Anlageklassen oder die bekannten Barometer wie ATX, DAX, SMI, Euro Stoxx 50, Dow Jones, MSCI World usw., sondern auch verschiedene Themen- und Branchenindizes, spezifische Länder- und Regionenindizes sowie einige exotische Produkte.

 

Was ist der Unterschied zwischen Aktien und Aktien-ETFs?

Aktien sind Anteile eines Unternehmens, die oftmals an der Börse gehandelt werden. Sie können die Bestandteile der ETFs sein. Während man mit einer Aktie nur einen Anteil an einem Unternehmen erwirbt, wird mit einem ETF gleich „ein ganzer Index“ gekauft, der sich aus einer Vielzahl solcher Einzelwerte zusammensetzt.

Häufig gestellte Fragen zum Thema ETF

  • Was genau ist ein ETF?

    ETFs sind in der Regel passiv verwaltete Fonds, die an der Börse ebenso wie Aktien oder andere Wertpapiere gehandelt werden. Sie versuchen meistens die Wertentwicklung des Basisindex eins zu eins abzubilden.

  • Was ist der Unterschied zwischen Aktien und ETFs?

    ETFs sind immer börsengehandelt. Aktien können hingegen auch privat verkauft werden.

  • Wie funktionieren ETFs?

    ETFs sind passiv gemanagte Indexfonds und bilden einen Markt möglichst genau ab. Die Fonds versuchen nicht, durch aktives Management eine höhere Rendite zu erzielen. Dadurch weisen ETFs geringere Gebühren auf.

  • Stand: 23.10.2023

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